Für die Produktion von Biogas Alternativen zum Maisanbau finden

admin 12. September 2013 0


Bioenergie

© Jürgen Fälchle – Fotolia.com

Biogasanlagen bestimmen mittlerweile massiv unsere Landschaft. Diese Anlagen werden bekanntermaßen hauptsächlich mit Mais gefüttert. Wie dieser Beitrag über Biogas berichtet, ist dies nicht unbedingt die umweltfreundlichste Methode. Alternativen zum Maisanbau für die Produktion von Biogas sind deshalb dringend nötig, wenn die Vermaisung der Landschaft, wie es mittlerweile genannt wird, nicht Überhand gewinnen soll.

Mais steht gerade deshalb in der Kritik, weil die entsprechenden Felder beispielsweise überhaupt keinen Lebensraum für Wildtiere bieten. Weder der Raum zum Brüten für bodenbrütende Vögel ist hier geboten noch ein Blütenangebot für Insekten und Schmetterlinge. Experten bezeichnen das Maisfeld deshalb als ökologisch nahezu toten Lebensraum. Hinzu kommt, dass der nackte Boden zwischen den Pflanzen leicht vom Regen ausgewaschen werden kann, was dazu führt, dass Düngemittel wie Phosphat in Flüsse oder Seen gelangen.

Mit anderen Worten: zu viele Maisfelder sind nicht sehr zuträglich für die Umwelt, denn:
– das ökologische Gleichgewicht wird gestört
– keine Nahrungsquelle oder Schutzraum für Tiere
– Abtragung des Bodens durch Regen und entsprechende Folgen

Am Biogas an sich ist eigentlich überhaupt nichts auszusetzen, denn schließlich gehört es zum Bereich der erneuerbaren Energien und ist somit immer noch umweltfreundlicher als konventionelle Energiequellen wie Kohle- oder Atomkraftwerke. Im Jahr 2012 wurden schon knapp vier Prozent des Stroms, der in der Bundesrepublik verbraucht wurde, in Biogasanlagen produziert, was insgesamt sechseinhalb Millionen Haushalte versorgen konnte. Nicht nur für den Strom an sich sondern auch für das Heizen von Gebäuden in der näheren Umgebung können diese Anlagen praktisch genutzt werden. Die Kuppeln der Biogasanlagen, die man in die Landschaft ragen sieht, sind die so genannten Gärbehälter, die Fermenter, wo organische Stoffe (hauptsächlich Mais, Gülle oder Biomüll) zu Gas vergoren werden. In einem Blockheizkraftwerk wird das Gas dann in Motoren verbrannt, wobei Energie für Strom und Wärme entsteht. Mehr allgemeine Informationen zum Thema Biogasanlagen gibt es hier zu lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Biogasanlage.

Nötig ist es nun vor allem, Alternativen zum Mais für die Biogasproduktion zu finden. Ein Beispiel hierfür wäre das Energiegras Szarvasi aus Ungarn. Hierbei handelt es sich um eine Dauerkultur, die nicht jedes Jahr neu gesät werden muss und zweimal im Jahr geerntet werden kann. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr dicht wächst, den Boden bedeckt und so im Gegensatz zu Mais Wildtieren einen guten Lebensraum bietet und auch den Nährstoffhaushalt des Bodens nicht aus dem Gleichgewicht bringt.

Die Rolle und das Potential von Biogas lesen Sie hier: http://www.bmu.de/service/fotos-und-filme/videos/detailansicht/?tx_cpsbmuvideo_pi1%5BshowUid%5D=49497


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