Biodiesel aus Argentinien mit Strafzöllen belegt

admin 30. Mai 2013 0


Nachdem die EU bereits eine mögliche Sanktionierung Chinas, wegen den Dumping-Preisen der chinesischen Solarmodule, erwogen hat, gerät nun auch argentinischer Biodiesel in den Fokus der EU-Kommission. So subventioniert die argentinische Regierung den einheimischen Biodiesel auf unzulässige Weise, was es den argentinischen Herstellern ermöglicht den Sprit in Europa weit unter Marktpreis zu verkaufen.

Diese Dumping-Preise haben sich in den letzten Monaten zu einer ernsthaften Bedrohung der europäischen Wirtschaft entwickelt. Bereits im vergangenen Jahr wurde von den Biokraftstoffherstellern eine entsprechende Klage in Brüssel eingereicht. Dieser Anti-Dumping-Klage wurde nun zugestimmt. So hat die EU-Kommission für die nächsten 6 Monate einen Strafzoll von 105 Euro pro Tonne Biodiesel verhängt. Sollte die argentinische Regierung nicht reagieren, kann dieser Zeitraum auch verlängert werden. Die Strafzölle beziehen sich ausschließlich auf Biodiesel. Sojaöl ist von der Regelung nicht betroffen.

Die Industrie hat bereits mit Zustimmung auf die Entscheidung der EU-Kommission reagiert. So sagte Claus Sauter, Chef des Leipziger Biokraftstoffherstellers Verbio: „Die Entscheidung der EU-Kommission ist ein wichtiger Schritt, den unfairen Handelspraktiken entgegenzuwirken, obgleich der entstandene wirtschaftliche Schaden weitaus größer ist.“ Es bleibt abzuwarten, ob die argentinische Regierung die Subventionierungen nun auf ein zulässiges Niveau zurückschraubt. Die europäische Wirtschaft ist durch die beschlossenen Strafzölle jedenfalls vorerst geschützt.


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