Binnenmarkt für Energie als Mittel gegen steigende Strom- und Gaspreise?

admin 8. Juni 2013 0


Seit vielen Monaten steigen die europäischen Strom- und Gaspreise immer weiter an. Ein Problem, das nicht nur die privaten Haushalte betrifft, sondern auch die Industrie immer stärker in die Bredouille bringt. Innerhalb von 12 Monaten stiegen die Strompreise im europäischen Durchschnitt um etwa 7 Prozent, Gaspreise sogar um durchschnittlich 10 Prozent.

In einer aktuellen Pressemitteilung des Europäischen Parlaments äußert sich Ex-Parlamentspräsident Jerzy Buzek zu dem Problem der steigenden Energiepreise und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf. Die einzige effektive Lösung aus der Preisspirale zu entkommen sieht Buzek im Ausbau des europäischen Binnenmarktes für Energie. Durch einen funktionierenden Binnenmarkt für Energie ist es möglich Versorgungsprobleme abzufangen und Preisanstiegen entgegenzuwirken. Buzek meint hierzu: „Wir könnten [Preisanstiege] nur vermeiden, wenn wir einen umfassenden Binnenmarkt für Energie schaffen.“ Die Ausweitung des europäischen Binnenmarktes für Energie würde nicht nur für sinkende Energiepreise sorgen, sondern zugleich auch neue Jobs schaffen. „Erneuerbare Energien und die effiziente Nutzung von Energie, zum Beispiel durch eine bessere Isolation von Häusern – mit diesen Ansätzen lassen sich viele neue Jobs schaffen“, so Buzek.

Die Schaffung eines europäischen Binnenmarktes für Energie wird sicherlich einige Probleme der Energieversorgung und der hohen Energiepreise lösen, bis entsprechende Strukturen geschaffen sind, wird aber noch einige Zeit vergehen. Bis dahin sind Verbraucher nach wie darauf angewiesen ihre Energiepreise aus eigener Initiative heraus so gering wie möglich zu halten. Im Strompreisvergleich für 2013 wird deutlich, dass die Strompreise in Deutschland etwa keineswegs einheitlich sind und man mit einem Anbieterwechsel durchaus dreistellige Beträge im Jahr sparen kann.


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