Berliner entscheiden via Volksentscheid über ihre künftige Energieversorgung

Tim 3. November 2013 0


Am heutigen Sonntag sind fast 2,5 Millionen Berliner dazu aufgerufen per Volksentscheid über ihre künftige Energieversorgung zu entscheiden. Die Initiatoren des Volksentscheids wollen die Gründung eines dem Land gehörenden Berliner Stadtwerkes, das Ökostrom produziert und verkauft. Zudem sollen die Stromnetze wieder aus der Hand von Vattenfall übernommen werden.

© kebox - Fotolia.com

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Am heutigen Sonntag findet der vierte Volksentscheid Berlins statt. Rund 2,49 Millionen Berliner entscheiden heute über die Zukunft der Energieversorgung ihrer Stadt. Der Berliner Energietisch, der Initiator des Volksentscheids, hat die Gründung eines landeseigenen Berliner Stadtwerks zum Ziel. Das soll künftig Ökostrom produzieren und selbst über dessen Verkauf bestimmen. Auch die Stromnetze, die derzeit dem Energieriesen Vattenfall gehören, sollen wieder in den Besitz des Landes übergehen.

Seit vielen Wochen versuchen sowohl Befürworter als auch Gegner der Kampagne die Menschen via Flyer, Informationsveranstaltungen und Demonstrationen zu mobilisieren. Erst gestern gingen in Berlin mehrere hundert Befürworter des Energietisches Berlin auf die Straße, um für eine Änderung der Energiepolitik des Landes zu demonstrieren. Mit den Mottos „Unsere Energie, unsere Mieten und unsere Stadt in unseren Händen!“ und „Berlin, Berlin – Vattenfall den Stecker ziehen!“ zogen die Demonstranten friedlich durch Kreuzberg.

Es wird von einer sehr hohen Wahlbeteiligung am Sonntag ausgegangen. So liegt alleine die Zahl derjenigen, die Briefwahl beantragt haben, bei 233.400 Menschen. Im Laufe des Tages wird sich zeigen in welche Richtung Berlin im Blick auf seine Energieversorgung künftig steuert. Der Volksentscheid gilt als angenommen, wenn er von mindestens 25 Prozent aller Stimmberechtigten unterstützt wird.


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