BDI-Präsident fordert besseres Management bei der Energiewende

admin 1. April 2013 0


BDI-Präsident Ulrich Grillo ist der Meinung, dass die Energiewende von der Bundesregierung schlecht gemanagt wird. Bei der Energiewende müssten einige Dinge anders laufen, so Grillo in einem Gespräch mit der “Welt am Sonntag”. “Letztlich gibt es doch 17 Energiewenden: eine auf Bundesebene und 16 in den jeweiligen Bundesländern”, kritisiert Grillo. Die derzeitigen Bedingungen würden die Investoren verschrecken.

Eine “Energiewende aus einem Guss” wäre eine große Chance für die Industrie. Denn damit investiert wird, ist nicht nur intelligente Technologie vonnöten, sondern auch intelligente Rahmenbedingungen. In der möglichen Rücknahme der Entlastungen für energieintensive Unternehmen sieht Grillo eine Gefahr. Die Grenze der Belastbarkeit sei bereits erreicht und die internationale Wettbewerbsfähigkeit höchst gefährdet. Der Industriestrom in Deutschland sei bereits der zweit teuerste in Europa und eine Rücknahme der Entlastungen würde Investoren noch weiter abschrecken. „Es ist unwahrscheinlich, dass in Deutschland noch mal ein neues Stahlwerk gebaut wird, eine große Chemiefabrik oder ein Werk für Karbonfasern.“

Erst vor kurzem trafen sich Bund und Länder zu einem Energiegipfel, um das Thema der steigenden Strompreise zu bewältigen. Es kam jedoch zu keiner Einigung und die Gespräche sollen bis Mai weitergeführt werden.  Anfang dieses Jahres stieg die EEG-Umlage von 3,6 Cent auf 5,3 Cent pro Kilowattstunde. Den Großteil der Lasten müssen die privaten Haushalte tragen, da durch Sonderreglungen energieintensive Unternehmen Vergünstigungen erhalten oder gar ganz von der Umlage ausgeschlossen werden, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.


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