Baden-Württembergs Umweltminister eröffnet Bioenergiedorf Büsingen

admin 27. Juli 2013 0


Franz Untersteller, der baden-württembergische Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, hat am 25. Juli das Bioenergiedorf Büsingen eröffnet. Büsingen setzt auf eine Kombination aus Biomasse und Solarthermie und ist weitestgehend unabhängig von steigenden Energiepreisen. Durch die starke Nutzung der regenerativen Energien können jährlich etwa 1.200 Tonnen CO2 eingespart werden.

Der baden-württembergische Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Franz Untersteller, hat am Donnerstag offiziell das Bioenergiedorf Büsingen eröffnet. Büsingen setzt anders als viele andere Gemeinden nicht auf Photovoltaik, sondern auf Solarthermie, um im Sommer Energie zu gewinnen. Die installierten Vakuumröhrenkollektoren stammen von Ritter XL und zeichnen sich gegenüber herkömmlichen Photovoltaikmodulen durch eine vierfach höhere Effizienz aus. Photovoltaik-Anlagen werden im Zuge des EEG allerdings stärker subventioniert.

Im Winter wird die Solarthermie durch Biomasse unterstützt, wobei die verbrannte Biomasse ausschließlich aus der Region bezogen wird. In den warmen Sommermonaten kann der Kessel komplett abgeschaltet werden, was zu einer wesentlich größeren Lebensdauer führt. Untersteller sagte zu der Eröffnung des Bioenergiedorfs: „Als bisher einziges Bioenergiedorf in Baden-Württemberg und Deutschland stellt das Bioenergiedorf Büsingen die sommerliche Grundlast durch solarthermische Kollektoren bereit. Diesen innovativen und zukunftsgerichteten Ansatz hat die Landesregierung daher gerne mit 100.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.“ Durch die Fokussierung der erneuerbaren Energien werden in Büsingen jährlich rund 1.200 Tonnen CO2 eingespart.