Atomkraftwerk Brunsbüttel soll abgerissen werden

admin 3. November 2012 0


Der Energiekonzern Vattenfall hat angekündigt das Atomkraftwerk Brunsbüttel abzureißen. In den folgenden Monaten will das Unternehmen einen detaillierten Plan vorlegen, welcher den Abbau des Kraftwerkes beschreiben soll. Als wichtige Bedingung für das Vorhaben setzt das Unternehmen voraus, dass eine Verfügbarkeit eines Endlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle vorhanden ist. Andernfalls könnte es bei einer späteren Verfügbarkeit, zu erheblichen Problemen kommen.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) begrüßt das Vorgehen des Unternehmens, da es sich hierbei um ein wichtiges Signal für den Atomausstieg handelt. Auch Energieminister Robert Habeck (Grüne) schließt sich dem an. Er erwarte nun ebenfalls das gleiche für das Atomkraftwerk Kümmel, dessen Betreiber ebenfalls Vattenfall ist.

Als Endlager sieht Vattenfall künftig den Schacht Konrad bei Salzgitter vor. Das Endlager soll aber erst voraussichtlich 2019 in Betrieb gehen. Für den Rückbau des Kraftwerkes sei der Schacht Konrad notwendig, sagte eine Vattenfall-Sprecherin. Das Bundesamt für Strahlenschutz ist hingegen der Meinung, dass es für den Rückbau des Atommeilers keine Notwendigkeit für die Verfügbarkeit des Schachtes Konrads sehe.

Nach dem Unfall in Fukushima im vorherigen Jahr, beschloss die Bundesregierung einen zügigen Atomausstieg bis 2022. Mit dem in Kraft treten des Atomgesetzes 2011 darf der Meiler Brunsbüttel, neben acht weiteren deutschen Kernkraftwerken, nicht mehr ans Stromnetz gehen. Brunsbüttel selbst ist eines der sieben ältesten Kraftwerke in Deutschland. Der kommerzielle Betrieb des Kraftwerkes begann im Februar 1977. Es wurde im Juli 2007 heruntergefahren und galt als eines der störanfälligsten Atomkraftwerke Deutschlands.