Atom-Unternehmen Horizon von RWE und Eon verkauft

admin 30. Oktober 2012 0


RWE und Eon haben ihr britisches Nuklearunternehmen Horizon verkauft und kommen somit bei ihrem Atomausstieg voran. Das britische Unternehmen wurde für rund 866 Millionen Euro von dem Japanischen Industriekonzern Hitachi übernommen. Eon und RWE besaßen vorher ungefähr jeweils die Hälfte des Unternehmens.

2009 wollten sich die beiden deutschen Energiekonzerne am Investitionsprogramm der britischen Regierung bereichern. Mit Ausgaben von rund 137 Milliarden Euro sollen neue Kraftwerke, bessere Stromnetze und die Reduzierung von Umweltverschmutzung finanziert werden. Für 15 Millionen Pfund hätte Horizon zwei neue Atomkraftwerke gebaut, doch Aufgrund des deutschen Atomausstieges und den daraus entstandenen Schulden entschieden sich die beiden Unternehmen dagegen. Denn der Bau von Atomkraftwerken verschlingt Milliardensummen und die Bauzeit würde viele Jahre dauern. Zudem würde sich die Investition  bei der derzeitigen Strompreislage nicht rentieren. Eon möchte sich nach dem Atomausstieg auf dem britischen Markt neu orientieren, während RWE in Zukunft verstärkt mit erneuerbaren Energien arbeiten möchte.

Hitachi plant zwei bis drei Atomkraftwerke zu bauen, wobei der erste Meiler schon 2025 betriebsbereit sein könnte und eine Leistung von 1300 Megawatt produzieren würde. Im Bieterverfahren stach Hitachi für das Energieunternehmen den Technologiekonzern Westinghouse Electric und seinen Mutterkonzern Toshiba aus. Zuvor stiegen im Oktober der französische Atomkonzern Areva und sein Partner China Guangdong Nuclear Power Holding bereits aus dem Rennen aus.