Anteil der regenerativen Energie steigt schneller als erwartet

admin 19. Dezember 2012 0


Der Anteil an erneuerbaren Energien hat sich in Deutschland stark verändert. Nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) können regenerativen Quellen bis zu 23 Prozent des Stroms in Deutschland produzieren. Im Vorjahr lag die Deckung des Stroms aus diesen bei rund 20 Prozent. Desweiteren ist ein Rückgang von Energien aus fossilen Quellen zu sehen. Gaskraftwerke produzierten dieses Jahr bis zu 14 Prozent weniger als im Vorjahr.

Vor allem die bevorteilte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen führt zu einem stetigen Rückgang von Strom aus fossilen Erzeugungskapazitäten. Einige Betreiber sehen bereits vor ihre Anlagen stillzulegen, wie zum Beispiel Eon  mit dem Gaskraftwerk Irsching 5, da der Betrieb immer unrentabler wird.  Zudem exportierte Deutschland in diesem Jahr Strom in Rekordmengen. Mit einem Überschuss von knapp 23 Milliarden Kilowattstunden wurde Strom ins Ausland verkauft, unter anderem in die Niederlande.

Die BDEW-Geschäftsführung weist deshalb daraufhin, dass eine sorgfältige geplante Energiepolitik benötigt wird, die auch die Wechselwirkungen im europäischen Raum in Betracht zieht, da es hierbei sonst zu problematischen Konsequenzen kommen könnte. Spitzenreiter der Produktion von grünem Strom dieses Jahr war die Windkraft. Diese wird in diesem Jahr geschätzt knapp 45 Milliarden Kilowattstunden produzieren und hat somit einen Anteil an acht Prozent des regenerativen Energie Mixes. Photovoltaikanlagen werden knapp 20,5 Milliarden Kilowattstunden produzieren und besitzen einen Anteil von rund fünf Prozent.

Desweiteren beteiligen sich die Energien aus Biomasse mit sechs Prozent, die Wasserkraft mit drei Prozent und Biogene mit einem Prozent.