Anschluss von Offshore-Windparks eventuell noch teurer als erwartet

admin 24. Dezember 2012 0


Durch die stetigen Verzögerungen des Anschlusses der Offshore-Windparks könnte es für die deutschen Verbraucher noch teurer werden, als bisher von der Bundesregierung prognostiziert wurde. Dies geht zumindest aus einer Studie der Grünen hervor. So könnten die Betreiber von Windparks bis zum Jahr 2015 einen Schadensersatz von 2,2 bis 2,5 Milliarden Euro verlangen. Im Gesetz, das vorige Woche auch vom Bundesrat verabschiedet wurde, sei dagegen von einer Milliarde Euro die Rede.

Das Bundeswirtschaftsministerium wies jedoch diese Befürchtungen zurück. Mit dem neuen Energiewirtschaftsgesetz gebe es nun eine Planungssicherheit, da der zukünftige Bau von Netz und Windpark Hand in Hand gehe. Die Kosten für den Offshore-Anschluss seien für die Verbraucher bei 0,25 Cent pro Kilowattstunde begrenzt. So wird in der Auftrags-Arbeit der Grünen die Verknüpfung der Haftungsreglung mit der Einführung der Offshore-Netzplanung außer Acht gelassen.

Die Sprache von höheren Kosten wäre somit ein untauglicher Versuch einer Panikmache, so ein Sprecher des Ministeriums. Zuvor gab es schon Probleme mit dem Anschluss von Offshore-Windparks. Diese führten dazu, dass das Energieunternehmen EnBW das Projekt “Hohe See” vorerst stilllegte. Durch Verzögerungen könnte sich der Netzgang des Parks um bis zu zwei Jahre nach hinten verschieben und so anstatt 2015 erst 2017 stattfinden. Aufgrund der finanziellen Risiken stoppte EnBW das Projekt vorerst.