Ambitionierte Ökostrom-Ziele in Hessen

Daniel Reissmann 21. Juli 2014 0


Die EEG-Reform ist beschlossen und die Länder haben es geschafft eine Vielzahl ihrer Forderungen unter zu bringen. In Hessen will man in die Umsetzung gehen und den Ausbau der Windkraft massiv forcieren. So kündigte der hessische Energieminister Tarek Al-Wazir von den Grünen an, dass man die Windkraftleistung in den kommenden fünf Jahren ungefähr verdreifachen will. Das hessische Ausbauziel, zwei Prozent der Fläche des Landes mit Windrädern zu bedecken, kann dadurch erreicht werden.

© jonasginter - Fotolia.com

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100 Prozent erneuerbarer Strom bis 2050

Bis zum Jahr 2050 will man in Hessen zu hundert Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt sein. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, setzt sich Al-Wazir vor allem für den Ausbau der Windkraft ein und versucht die Kritiken von Bürgern und Denkmalschützern zu beschwichtigen. In einer Regierungserklärung sagte Al-Wazir: „Wer Windkraftanlagen in seiner Nachbarschaft akzeptieren soll, muss etwas davon haben dürfen.“, damit setzt er auf eine zunehmende Bürgerbeteiligung an den Anlagen, die auch zu mehr Akzeptanz führen solle. Zudem ist sich der grüne Minister sicher “Windräder werden unsere Landschaft sicherlich weniger stark verändern als Hochhäuser das Stadtbild von Frankfurt verändert haben.”, womit er vor allem auf Kritiken von Seiten des Landschafts- und Denkmalschutzes anspielt. Auch beim Naturschutz sieht Al-Wazir kein Problem. So ist er der Ansicht, dass Anlagen die in Zugkorridoren von bestimmten Vogelarten stehen, zu den Zugzeiten schlicht ausgeschaltet werden sollten. Ein weiteres Thema musste Al-Wazir zudem rechtfertigen. Die neue Stromtrasse von Nord nach Süd, welche genau durch Hessen führen soll, sorgt vor allem im Norden des Bundeslands für heftige Kritik. Der hessische Energieminister beschwichtigte hingegen und wies auf die Wichtigkeit dieser Trasse für künftige Verkäufe von Überschussstrom in wirtschaftsstarken südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg hin.


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