Altmaiers “Billionen”-Rechnung geht nicht auf

admin 12. März 2013 0


Die Energiewende wird wohl doch nicht so teuer, wie es Bundesumweltminister Peter Altmaier ausgemacht hatte. Im Auftrag des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) und der Energiegenossenschaft Greenpeace Energy, hat das Forum Ökologische-Soziale-Marktwirtschaft (FÖS) eine Gegenrechnung präsentiert, die Altmaiers “Billionen”-Rechnung widerspricht.

Für die Gegenüberstellung haben die Wissenschaftler Altmaiers-Rechnung in zwei Kostenblöcke eingeteilt und diese analysiert. Im ersten Kostenblock wurde festgestellt, dass die angenommenen Mehrkosten der Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien um einen Faktor drei zu hoch sind. Nach Altmaiers Rechnung würden diese rund 677 Milliarden Euro kosten, netto sind es aber gerade ein Mal 203 Milliarden Euro.

Desweiteren werden die Ersparnisse durch die Vermeidung von Umweltschäden in der Rechnung des Umweltministers überhaupt nicht mit eingeschlossen. Zu diesen gehört unter anderem die Verringerung der Treibhausgase. Die Einsparungen würden laut der Analyse 362 Milliarden Euro betragen. Nach Abzug der Mehrkosten durch die Erzeugung von Strom aus regenerativen Quellen würde man so insgesamt 159 Milliarden Euro einsparen.

Durch den Mangel an Informationen, waren die Analysten nicht in der Lage die extra Kosten der Energiewende, für zum Beispiel Netzausbau und Reservekapazitäten zu überprüfen. Das Kostenvolumen dieser extra Kosten, schätzt Umweltminister Altmaier auf rund 300 Milliarden Euro. „Wenn genauso wie beim ersten Kostenblock verfahren wurde, kann man vermuten, dass auch hier der Nutzen der Energiewende vernachlässigt wurde“, sagt Studienautorin Lena Reuster vom FÖS.