Altmaier will Strompreisbremse anziehen

Bundesumweltminister Altmaier plant bei der Energiewende eine Stromsparbremse einzulegen und somit den Verbraucher von den stetig steigenden Strompreisen zu entlasten. So soll noch vor den Bundestagswahlen im September ein Paket von Gesetzen durchgerungen werden, um die Kosten für den privaten Nutzer senken. Die Industrie und die Betreiber von Solar-, Wind oder Biomassenanlagen sollen jedoch auch stärker belastet werden.

Über Altmaiers Plan teilen sich die Meinung. Lob erhält der Bundesumweltminister von Seiten der FDP und den Verbraucherschützern. So seien die Vorschläge die ersten Schritte in die richtige Richtung, doch „Weitere müssen folgen“, so FDP-Parteichef Rösler. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle war ebenfalls erfreut, über Altmaiers handeln und sagte: „Es wird höchste Zeit, dass wir die Profiteure des geltenden Systems an den horrenden Kosten beteiligen.“
Doch auch Widerstand regt sich gegen die Pläne des Bundesumweltministers. So sagte Fraktionsvorsitzender der Grünen Jürgen Trittin: „Die von Peter Altmaier sogenannte Strompreisbremse, ist keine Strompreisbremse, sondern eine reine Ausbaubremse für den Ausbau der Erneuerbaren Energien.“ Auch von Seiten des Industrieverbandes kommt Kritik. So würde der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) den Vorschlags Altmaiers zwar begrüßen, doch sei die Durchsetzung eine Wettbewerbsminderung der heimischen Industrie gegenüber dem Ausland.

Zu Beginn des Jahres stiegen die EEG-Umlagen von 3,6 auf 5,3 Cent pro Kilowattstunde. Zudem stiegen fast in ganz Deutschland die Strompreise um fast zehn Prozent. Alleine durch die Ökosteuer muss eine Familie für 3500 Kilowattstunden im Jahr rund 185 Euro extra zahlen.