Altmaier und Rösler wollen Regelungen für Fracking in Deutschland festlegen

admin 27. Februar 2013 0


Einigung zwischen Rösler und Altmaier im Bereich Fracking

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Nach langem hin und her um das Thema der Fracking-Methode, haben sich Bundesumweltminister Peter Altmaier und Wirtschaftsminister Philipp Rösler geeinigt. Gemeinsam wollen sie die Reglungen festlegen, unter denen Fracking in Deutschland betrieben werden darf. Beide Minister verständigten sich hierbei auf zwei Punkte: Zum einen besteht ein generelles Verbot in Trinkwasserschutzgebieten und zum anderen ist eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung  für alle anderen Fälle nötig. Hierfür soll das Wasserhaushaltsgesetz geändert werden.

Bei dem Fracking-Verfahren wird ein Wasser-Sand-Chemie-Gemisch in das tiefe Erdreich gepumpt, um tiefer Schiefersteinschichten aufzubrechen. In diesen sollen sich Ressourcen wie Gas und Öl befinden, welche durch das aufbrechen gefördert werden können. Kritiker befürchten hierbei, dass durch die Methode das Erdreich und das Grundwasser verseucht werden könnte.

In Deutschland könnten laut Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) rund 0,7 bis 2,3 Billionen Kubikmetern von Erdgas aus dem Schieferstein gewonnen werden. Diese Mengen könnten den Bedarf in Deutschland über ein Jahrzentlang decken. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gelten als mögliche Fördergebiete, da in den beiden Ländern die größten Schiefergas-Vorkommen liegen.

Der Chemiekonzern BASF begrüßte die Einigung der Minister zur Fracking-Methode und auch von dem US Öl-Konzern ExxonMobil wurde Interesse gezeigt, zukünftig Fracking in Deutschland zu betreiben. In den USA wird die Fracking-Methode bereits angewendet und führte dort zu einem starken Sinken der Energiepreise.