Altmaier auf der Suche nach Zwischenlager

admin 21. April 2013 0


In der kommenden Woche will sich Bundesumweltminister Altmaier mit den vier Betreibern der deutschen Atomkraftwerke treffen. Thema wird die Suche nach einem Zwischenlager sein, so ein Focus-Bericht. Es soll hierbei geklärt werden, unter welchen technischen und finanziellen Bedingungen die Konzerne ihre Zwischenlager öffnen, wie das Nachrichtenmagazin aus Ministeriumskreisen erfahren hat.

Es werden nämlich rund 26 Castor-Behälter mit deutschem Atommüll aus den Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield und aus dem französischen La Hague erwartet. Eigentlich sollte das Endlager Gorleben diese Behälter aufnehmen, doch einigten sich Bund und Länder auf eine neue Suche für ein passendes Endlager. Nach Gorleben sollen deshalb vorerst keine weiteren Castor-Transporte fahren. Zuerst zeigten sich die Bundesländer Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg bereit in ihren jeweiligen Anlagen Brunsbüttel und Philippsburg den Müll zu lagern. Mittlerweile blocken die beiden Länder jedoch.

Eine Enquentekommission bestehend aus 24 Personen, die sich aus Abgeordneten und Vertretern von Wissenschaft, Umweltverbänden, Kirchen, Gewerkschaften und Wirtschaft zusammensetzen wird, soll bis 2015 Kriterien aufstellen, mit denen ein passender Standort für ein Endlager gesucht werden soll. Eine endgültige Auswahl soll jedoch erst 2031 getroffen werden. Die Suche nach einem Zwischenlager sollte möglichst bald vollendet sein, denn die Behälter aus dem Ausland werden schon 2015 erwartet. Bis dahin hat die Bundesregierung Zeit, ein Zwischenlager zu finden.


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