Altes Gebäude beim AKW-Tschernobyl eingestürzt

admin 16. Februar 2013 0


Am stillgelegten AKW-Tschernobyl ist eines der alten Gebäude eingestürzt. Laut einer Sprecherin des Kraftwerkes stürzte ein 600 Quadratmeter großer Teil des Daches der Turbinenhalle 4 ein.  Nach Aussagen der Behörden stürzten Teile des Daches und der Mauer durch die Last der Schneemassen ein. Bei dem Einsturz wurde niemand verletzt und es trat auch keine Radioaktivität aus. Das eingestürzte Gebäude befindet sich knapp 50 Meter vom Reaktor entfernt.

Die 80 französischen Arbeiter der Firmen Vinci und Bouygues wurden laut den Firmen zur Sicherheit vom Unfallort evakuiert. Es handelt sich hierbei um eine Vorsichtsmaßnahme. Wann die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden können ist ungewiss. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigt sich besorgt. „Der teilweise Einsturz eines Daches auf dem Tschernobyl-Areal weist uns darauf hin, dass die Katastrophe auch 27 Jahre nach dem Unglück kein Ende hat. Bis die Aufräumarbeiten komplett beendet sind, kann noch ein Jahrhundert vergehen”, so die Umweltorganisation.

Im April 1968 kam es im AKW-Tschernobyl zu einem katastrophalen Unfall. Es kam zu einer Explosion und es wurden große Gebiete der Ukraine, Russlands und Weißrusslands radioaktiv verseucht. Auch weite Teile Europas wurden von dem Fallout betroffen. Unter Leitung des Kurtschatow-Instituts wurde um den Reaktor bis November 1968 eine Stahlbeton-Ummantelung errichtet, die auch als “Sarkophag” bezeichnet wird. 2012 wurde der Bau einer neuen Schutzschicht angeordnet, die den alten “Sarkophag” ersetzen soll. Der Bau soll bis 2015 fertigstellt werden.