Algerien will 100 Milliarden US-Dollar in erneuerbare Energien investieren

Tim 24. Oktober 2013 0


Algerien plant bis 2030 100 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der erneuerbaren Energien zu investieren. Ausländische Investoren sollen mit Prämien angelockt werden. Bis 2030 soll etwa ein Drittel des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Das Land eignet sich besonders für den Bau von Photovoltaikkraftwerken. 86 Prozent der Landesfläche werden von Wüste bedeckt.

© Smileus - Fotolia.com

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Seit März 2011 steht der erste Plan der algerischen Regierung den Ausbau der regenerativen Energien massiv zu fördern. Der Plan sieht unter anderem vor, dass bis 2030 etwa 22.000 MW an Leistung durch Erneuerbare zugebaut werden. Insgesamt will Algerien zur Erreichung dieses Ziels 100 Milliarden US-Dollar investieren.

In einem ersten Schritt sollen ausländische Investoren durch Prämien angelockt werden. Seit Juli 2013 existiert ein Erlass, der die entsprechenden Prämien-Vergaben regelt. So werden einige vielversprechende Projekte aus dem Bereich der erneuerbaren Energien im Rahmen eines Ausschreibeverfahrens von der Regierung ausgewählt. Die Prämie ergibt sich dabei aus dem Ausgleich der Differenz zwischen den Produktionskosten und dem Verkaufserlös. Eine erste Ausschreibungsrunde läuft bereits, sie befindet sich allerdings noch in der Testphase.

Gefördert werden Solarthermie, Photovoltaik, Geothermie, Windkraft, Biomasse, Kleinwasserkraft und Abfallverwertung. Algerien eignet sich allerdings vor allem zur Nutzung von Sonnenenergie. So werden 86 Prozent der Landesfläche von der Wüste Sahara eingenommen. Die ersten Großkraftwerke sollen bereits 2016 errichtet sein.


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