Aktuelle Studie: Gefundene Gase im Trinkwasser lassen Zweifel an der Fracking-Methode aufkommen

admin 28. Juni 2013 0


Im Rahmen einer aktuellen Studie der US-amerikanischen Duke Universität wurden Gase im Trinkwasser in Fracking Gebieten gefunden. Der Streit um die umstrittene Fördermethode erhält damit neue Nahrung. Es bleibt allerdings unklar, um die Verschmutzung des Trinkwassers tatsächlich auf die Schiefergasförderung zurückzuführen ist.

Wissenschaftler der in North Carolina beheimateten Duke Universität sind im Rahmen einer Studie auf Gase im Trinkwasser in Fracking Gebieten gestoßen. Vor allem eine Verunreinigung durch Methan und Ethan, sowie seltener auch durch Propan, konnte nachgewiesen werden. Untersucht wurden 141 Wasserbrunnen im Nordosten Pennsylvanias, wo sich ein Großteil der Fracking-Industrie der USA angesiedelt hat.

Bei der Methode des Frackings werden Sand und Chemikalien unter hohem Druck in tiefe Gesteinsschichten gepresst, um so Öl- und Gasvorkommen freizulegen. Die Methode ist in vielen Ländern höchst umstritten, da die Möglichkeit von Umweltrisiken noch nicht hinreichend untersucht worden sind. Die neuen Befunde der Duke Universität geben dem Streit um das Verfahren neue Nahrung. So könnte die Verschmutzung des Trinkwassers in der Nähe des Fracking Gebiets auf die Methode der Schiefergasförderung zurückgehen.

Ob das Fracking tatsächlich die Ursache für die Verunreinigung des Wassers ist, konnte die Studie allerdings nicht klären. Es fanden sich keine Hinweise darauf, dass die verwendeten Chemikalien aufsteigen und so ins Trinkwasser gelangen konnten. Wahrscheinlicher scheint es, dass die Verunreinigung auf unzureichend versiegelte und zementierte Gasbohrungen zurückgeht und damit künftig ohne größere Probleme verhindert werden könnte. Auch eine natürliche Ursache der Verschmutzung ist nicht auszuschließen.


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