Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) ehrt Energie-Kommune Crailsheim für außerordentliches Engagement

Daniel Reissmann 2. August 2014 0


Kommunen werden in Zukunft eine der wichtigsten Rollen in der regenerativen Energiewirtschaft einnehmen. Grund ist vor allem die verstärkte Dezentralität der erneuerbaren Energien, welchen die Kommunen vor neue Herausforderungen stellt aber auch eine Vielzahl an Möglichkeiten eröffnet. Schon heute existieren verschiedenste „Energie-Kommunen“, diese Gemeinden haben es sich selbst zur Aufgabe gemacht die erneuerbaren Energien auf lokaler Ebene zu forcieren. Einige dieser Kommunen streben auch Energieautarkie an. Mit Programmen wie „100 Prozent EE Regionen“ oder „Bioenergiedörfer“ werden die Bemühungen auch über Mittel des Bundes gefördert. Eine beispielhafte Kommune ist Crailsheim in Baden-Württemberg, dafür wurde die 30.000 Einwohner Stadt nun von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) geehrt.

© digitalstock - Fotolia.com

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Nutzung von kommunalen Planungsmöglichkeiten zum EE-Ausbau als Schlüssel zum Erfolg

„Die Energiewende ist keine abstrakte Kehrtwende der Bundespolitik, sondern ein neuer Gestaltungsraum für die Kommunalpolitik“, so der Oberbürgermeister von Crailsheim Rudolf Michl über das Engagement seiner Kommune. „Auf kommunaler Ebene kann der Ausbau der regenerativen Energien zusammen mit den Menschen passieren.“ Vor allem die kommunalen Planungsinstrumente werden in Crailsheim intensiv genutzt. Das betrifft dann beispielsweise Quartierskonzepte, innovative Wärmekonzepte für Neubaugebiete oder die Ausweisung von Vorrangflächen für Wind- oder Solarenergieanlagen. Ein Beispiel in Crailsheim ist das Neubaugebiet Hirtenwiese II welche zu einem großen Teil mit solarthermischen Anlagen der hiesigen Stadtwerke versorgt wird. So liefern die Anlagen etwa die Hälfte des jährlichen Wärmebedarfes des Gebietes. Die AEE ehrt dieses Engagement nun und sieht Crailsheim als Vorbild für ähnlich strukturierte Kommunen. Auch vor Ort ist man zufrieden und stolz auf das bisher erreichte. „Ein gemeinschaftliches Wärmenetz auf Basis von Solarthermie bringt viel Komfort, da weder Reparaturen noch Brennstofflieferungen für die Bewohner anfallen“, so Crailsheims Bürgermeister Michl. „Außerdem leisten die Crailsheimer mit Hirtenwiese II einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“, meint zudem der technische Geschäftsführer der Stadtwerke Crailsheim, Jürgen Breit.


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