Afrika und erneuerbare Energien

Sandra 15. September 2012 0


„Paradoxien der Nachhaltigkeit“ – das ist das Thema, unter dem AfricAvenir einen Dialog mit einer südafrikanischen Expertin für nachhaltige Entwicklungen ins Leben gerufen hat. Dabei wird Frau Kulthoum Omari verschiedene Fragen beantworten.

Sie sieht für erneuerbare Energien in Südafrika ein gewaltiges Entwicklungspotential. Sie ergeben sich vor allem für die rund zwei Milliarden Menschen, die heute noch nicht mit Strom versorgt werden können, weil die staatlichen Netze noch nicht bis zu ihren Wohnorten ausgebaut worden sind. Ihnen könnte mit punktuellen Projekten aus dem Bereich erneuerbare Energie kurzfristig geholfen werden. Selbst mit kleineren Varianten von Windkraftwerken und Solarkraftwerken könnten solche Standorte autark versorgt werden.

Vor allem die südafrikanischen Frauen könnten damit entlastet werden, denen es die Folgen des globalen Klimawandels heute schon schwer machen, in der näheren Umgebung das Brennholz zu finden, das täglich zum Kochen benötigt wird. Solche geschlechterspezifischen Unterschiede bei den Folgen einer Nutzung erneuerbarer Energien geht Kulthoum Omari bei dem Dialog auf den Grund. Dabei wird es auch eine Rolle spielen, ob erneuerbare Energien in Südafrika das Potential haben, zumindest einem Teil der vielerorts in den ländlichen Regionen herrschenden Armut zu begegnen.

Kulthoum Omari ist eine der Expertinnen der Heinrich-Böll-Stiftung Südafrika. Sie bekommt bei dem Dialog fachliche Unterstützung durch Gotelind Alber. Sie gehört zu den Vorstandsmitgliedern von „GenderCC – Women vor Climate Justic“. Kulhoum Omari hat selbst praktische Studien in Bostwana durchgeführt. Sie wird als Expertin für erneuerbare Energie auch von der Regierung von Südafrika als Beraterin herangezogen. Ihr erklärtes Ziel ist die Verbesserung der Lage der Frauen in den ländlichen Regionen Südafrikas.